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Costa Rica – Tierwelt

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So, nachdem jetzt schon einige Zeit seit meinem letzten Costa Rica Post vergangen ist, wird es Zeit, sich einem der wichtigsten Aspekte einer Costa Rica Reise zu widmen – der Tierwelt! Costa Rica nimmt gerade einmal 0,03 Prozent der Erdoberfläche ein, dafür leben jedoch 5 Prozent aller bekannten Tierarten dort! Soweit ich weiß, besitzt kein anderes Land ein solch enormes “Preis-Leistungsverhältnis”.

Kapuzineraffe

Eins vorweg: Soviel verschiedene Tierarten Costa Rica bietet, so schwierig ist es dennoch, viele und gar unmöglich, alle zu sehen. Ein Beispiel: In Deutschland leben zwar Rehe, Füchse, Igel, etc.. , doch wann hat man das letzte Mal eins der scheuen Tiere gesehen? Genauso ist es in Costa Rica: Um die teils sehr scheuen Tiere zu sehen, muss man sehr geduldig sein, bei einem Ausflug in einen der zahlreichen Nationalparks empfiehlt es sich, einen Führer zu nehmen, der die Tiere kennt und weiß, wie und wo man sie am besten finden kann. Wer viel Zeit hat und einige Ausflüge in die vielen Urwälder macht, hat große Chancen, Affen, Faultiere, Schmetterlinge, Kolibris, Leguane, Fledermäuse, Insekten, etc.. zu sehen.
Besonders hervorzuheben ist der Nationalpark in Manuel Antonio. Die Tiere sind zwar leider unnatürlich zutraulich, weil sie wohl von vielen Besuchern verbotenerweise gefüttert werden, doch auch gerade deswegen ist Kontakt mit Affen dort quasi garantiert! Außer vielen Kapuzineraffen (siehe Bild) haben wir in Manuel Antonio einen Hirsch gesehen, mehrere große Spinnen (zu giftigen und ekelhaften Tieren später) und ein kleines Säugetier, welches wie eine Mischung aus einer Ratte und einem Kaninchen aussah, sich Sackhüpf-ähnlich fortbewegte und laut dieser Seite wohl ein Aguti ist.  Weiterhin haben wir einen kleinen Spießhirsch, einen recht großen Leguan (bestimmt einen knappen Meter lang), zwei Waschbären, ein Faultier, viele Einsiedlerkrebse und Mantelbrüllaffen, so genannte Kongos, gesehen. Die Kongos ernähren sich ausschließlich vegetarisch und sind recht träge, da sie über wenig Energievorräte verfügen. Um sich gegen ihre Feinde zu wehren, kämpfen sie daher nicht, sondern verteidigen ihr Revier durch ohrenbetäubendes Gebrüll, das wirklich furchteinflößend ist. Als mein Vater und ich gemütlich durch den Urwald spazierten, waren ein paar dieser Brüllaffen in der Nähe und das Gebrüll war dermaßend laut und erschreckend, dass wir für einen kurzen Moment ein sehr gefährliches großes Tier befürchteten ;).

Weiterhin sehr bemerkenswerte Tiere waren die Kolibris, die es nur in Amerika gibt. Mit bis zu 50 Flügelschlägen pro Sekunde können sie als einzige Vögel rückwärts und seitwärts fliegen. Wunderschöne Tiere, bei denen allein das Beobachten ihres Fluges so faszinierend ist, dass es einen richtig fesseln kann! Auch nicht zu vergessen sind die Termiten, bei denen gilt: Lass sie in Ruhe, dann lassen sie Dich in Ruhe. Man sollte ihre Straßen respektieren und nicht zerstören, dann kann man sie auch in aller Ruhe beobachten. Vor allem die Termitenhügel sind spektakulär! Der größte Hügel, den wir gesehen haben, dürfte über 10 Quadratmeter Fläche gehabt haben und war ca. eineinhalb Meter hoch!

Hier eine kleine – subjektive – Übersicht der Tiere, die wir gesehen haben (wir haben nur Tiere gezählt, die in Freiheit gelebt haben, Krokodile im Gehege zählen nicht mit), nach Häufigkeit sortiert: Auf Platz 1 unangefochten natürlich die Termiten, gefolgt von Vögeln, Schmetterlingen, Affen, Geckos/Leguanen, Hunden (laufen dort überall frei herum), Einsiedlerkrebsen/Krabben, Katzen, Spinnen, Waschbären und auf dem letzen Platz mit je nur einem Expemplar: Hirsch, Faultier und das Aguti. Ich hoffe, ich hab da jetzt nichts vergessen.

Nun zu den gefährlichen Tieren: Da Costa Rica in den Tropen liegt, gibt es dort auch (giftige) Schlagen, Skorpione, Spinnen, Pfeilgiftfrösche, Krokodile und Haie. Schlangen, Pfeilgiftfrösche und Krokodile haben wir dort nur im Gehege gesehen, Skorpione gar nicht und größere Spinnen nur im Regenwald und dort auch nur sehr selten und dann absolut regungslos in ihrem Netz. Dass es in Costa Rica von ekelhaften Tieren geradezu kreucht und fleucht, eben ein weit verbreitetes Ammenmärchen. Natürlich sollte man vorsichtig sein, seine Schuhe vor dem Anziehen ausschütteln, Rucksack oder Koffer über nacht nicht offen lassen und im Regenwald wenn möglich mit festem Schuhwerk unterwegs sein. Wenn man aber nicht konstant im Hans-guck-in-die-Luft Style unterwegs ist, sondern langsam, vor- und umsichtig im Regenwald wandert, ist man nicht nur auf der sichereren Seite, sondern man bekommt auch viel mehr zu sehen, da die meisten Tiere nicht auf den ersten Blick zu entdecken sind. Haie haben wir übrigens auch nicht gesehen und obwohl es in Costa Rica um die 40 Haiarten gibt, sind nur sehr wenige Haiangriffe dokumentiert, die alle überdies viele Jahrzehnte zurückliegen und allesamt glimpflich verliefen.

Die mit Abstand ätzendsten Tiere waren übrigens die Moskitos, die vor allem in Küstennähe nachts verstärkt auftreten und recht nervig sind, aber das haben wir auch überlebt :)

So long,

Moe!

Quellen:

Mein Gehirn, sowie: hier, hier und hier.

Autor: Moe

Baujahr 1986; Gastblogger bei meinem Kumpel Sam. Fotografiere, filme und mache gerne Musik.

Ein Kommentar

  1. Costa Rica ist schon ein Paradies für Naturfreunde, diese Artenvielfalt gibt es fast nirgends auf der Welt. Wer mit offenen Augen durch Costa Rica läuft wird Tiere sehen bei denen die meisten Zoos neidisch würden.
    Ich habe sogar schon einmal einen Skorpion morgens aus dem Schuh geschüttelt, kein Scherz. :)

    Pura Vida

    Traveller

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